Schlösser und Klöster

König Ludwig ist es zu verdanken, dass Bayern für seine Schlösser und Klöster bekannt geworden ist. Er baute viele romantische Schlösser, wie etwa Schloss Neuschwanstein, das heute der Inbegriff eines Schlosses ist, in die märchenhafte Naturlandschaft des bayerischen Voralpenlandes.

Am Fuße der Alpen, auf einem schroffen Felsen ließ er sein Märchenschloss Neuschwanstein errichten. Es ist nicht nur ein wunderschöner Anblick, mit der traumhaften Kulisse des Forggensees und der bayerischen Alpen, sondern fasziniert auch durch den Mythos König Ludwigs und dessen Faible für den damals neusten Stand der Technik. So waren es seine Schlösser, die als erste Privathäuser in Bayern über elektrischen Strom verfügten.

Schloss Linderhof war das einzige Schloss Ludwigs, das er jemals vollständig erbaut sah. Das prunkvolle Schloss mit seinen weitläufigen Parkanlagen, entstand aus einem königlichen Jagdhof, zu dem Ludwig noch aus Jugendzeiten einen besonderen emotionalen Bezug hatte. Es mag zwar nicht so bekannt sein, wie Schloss Neuschwanstein, jedoch ist es gerade deswegen um so idyllischer und nicht minder sehenswert.

Herrenchiemsee befindet sich auf der Herreninsel im Chiemsee und Schloss Nymphenburg bei München. Beide Schlösser wurden, wie Neuschwanstein, nie ganz fertig gebaut, bieten dem Besucher aber dennoch unzählige Ansichten, Einblicke und Eindrücke. Die Rokkoko-Dekorationen in Nymphenburg beispielsweise, gelten als die schönsten ihrer Art in ganz Bayern.

Neben den Schlössern des Märchenkönigs findet man in Bayern zahlreiche weitere Anlagen, Burgen und wildromantische Ruinen. Auch die Klöster des Landes, allen voran Kloster Ettal, sind wegen ihrer traditionsreichen Geschichte und dem prachtvollen Ausbau immer sehenswert. Häufig werden in den Räumen der Schlösser und Klöster Ausstellungen oder Vernissagen ausgerichtet, was die Kulturdenkmäler doppelt sehenswert macht.